(Deutsch) Humusaufbau statt Hungersnot


by Hans-Peter Schmidt

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7 Responses to “(Deutsch) Humusaufbau statt Hungersnot””

  1. Martin Steiner
    Title:

    Es tut so gut, das zu lesen. Es ist so einfach und liegt auf der Hand, was hier beschrieben wird: Der Aufbau des Humus ist entscheidend für die Fruchtbarkeit des Bodens. Danke für Eure Forschungs- und Informationsarbeit.

  2. Antonia Riva
    Title:

    Ich habe aus meinem jämmerlichen Sandboden im Tessin mit EM-Hausbokashi und EM-Terra Preta-Bokashi eine wunderbare Gartenerde, die selbstverständlich gemulcht ist – erreicht. Das Gemüse ist gross und schmackhaft. Leider ist mein Garten zu klein um am Terra Preta-Versuch von Delinat mitmachen zu können aber auf Grund dieser Info habe ich mich auf das EM-Terra Preta-Bokashi gestürzt !! Danke Delinat :-)

  3. Claudia Ceravolo
    Title: Wo klemmt's?

    Vielen Dank für diesen sehr spannenden und aufschlussreichen Artikel! Warum arbeiten z.B. Organisationen wie My climate etc. nicht an der Behebung dieses für die ganze Menschheit entscheidenden Problems? Was nützt es, wenn ich meine Flug-, Bahn-, Autoreise finanziell “kompensiere” und damit im Ausland die Wirtschaft statt die Landwirtschaft und Aufforstung “unterstützt” wird? “Dank” Fukushima steigt die CH zwar in unglaublich langen 25 Jahren wohl aus der Atomstromproduktion aus, doch wo und wie werden dann die Brennstäbe gelagert? Jetzt herrscht eine geradezu lächerliche Panik vor den EHEC Bakterien. Krampfhaft versuchen “die Forscher” rauszufinden, woher sie stammen. Doch niemand fragt sich, WARUM es überhaupt zu antibiotikaresistenten Bakterienstämmen kommen kann. Solange Pharma-/Saatgutriesen mit ihrer Gentechnologie die Landwirtschaft, Viehzucht und überhaupt die Biodiversität weltweit ruinieren, klonen und obendrauf noch patentieren können in ihrer blinden Macht- und Geldgier, müssen wir uns auch nicht wundern, wenn es früher oder später jeden Einzelnen von uns (tödlich) trifft!
    Auch in unserer kleinen Schweiz wird pro Sekunde 1 Kubikmeter Land zubetoniert/über-/verbaut. Bald wird es auch bei uns nicht mehr genug fruchtbares Landwirtschaftsland haben, wenn jede Gemeinde nur auf ihre Kasse schaut, anstatt mit Verantwortung das noch verbliebene Land zu schützen und für die zukünftigen Generationen zu hegen und zu pflegen.
    Sorry, bin wohl ein bisschen vom Thema abgekommen, aber schlussendlich hängt alles zusammen und ich wünsche uns, dass wir noch rechtzeitig die Notbremse ziehen können, bevor Mutter Erde ihre Kraft und Geduld verliert und uns “aussterben lässt” wie die Dinosaurier…..

  4. Jochen Binikowski
    Title:

    “Anstatt die Ernterückstände als Mulch auf den Feldern zu belassen oder zu kompostieren, werden sie verbrannt oder als Viehfutter verwendet.”

    Das klingt unvernünftig, aber der Teufel steckt im Detail. Beim permanenten Reisanbau gibt es dazu nämlich derzeit keine ökonomisch machbare Alternative. Wenn man das Reisstroh einfach unterpflügen würde wird der Anteil frischer Biomasse (zusätzlich zu den eingepflügten Stoppeln) derart hoch, dass durch die Verrottungstemperatur die neuen Setzlinge eingehen.

    Man kann auch nicht einfach einige Wochen bis zur Neupflanzung warten weil dann wegen des Unkrauts ein zweites mal gepflügt werden muß und der Ernteertrag pro Jahr wegen des längeren Intervalls sinkt. Läßt man den Strohhaufen bis zur übernächsten Pflanzung kompostieren handelt man sich eine Ratten- und Schlangenplage ein und verliert einen kleinen Teil der Anbaufläche.

    Da die meisten Reisfelder nur über Trampelpfade erreichbar sind ist der Abtransport des Strohs oftmals viel zu teuer und würde, wenn überhaupt, nur Sinn machen wenn der Reisfarmer gleichzeitig Kühe hält die mit dem Stroh gefüttert werden. In diesem Fall stellt sich die Frage nach der Lagerung, denn Silage erfordert Kapital und know-how.

    Fruchtfolgen sind auch keine gangbaren Alternativen weil ca. 99% aller Reisfelder nicht eingezäunt sind und deshalb das Problem der Erntediebstähle unbeherrschbar ist.

    Eine Lösung des Problems könnten tragbare, kleine Pyrolyseanlagen sein. Aber das wird ohne Subventionen für die allermeisten Kleinbauern nicht funktionieren. Dann wäre noch zu klären wer diese Subventionen bezahlt und wie die ordnungsgemäße Verwendung kontrolliert werden kann.

    Suboptimale Zustände beklagen ist einfach, machbare Lösungen zu entwickeln extrem schwierig. Die Probleme liegen nicht in der technischen Machbarkeit sondern in der Finanzierung.

  5. Fredy Abächerli
    Title: Klimafarming mit "Klimaeffizienter Produktion" einfacher erklären

    Hallo Hans-Peter

    Vielen Dank für Deinen Bericht über die Wichtigkeit des Humusaufbaus. Ich schreibe meine zusätzlichen Anregungen zum Klimafarming hier hinein, damit vielleicht auch andere Personen mithelfen, meine Ideen weiterzuentwickeln.

    Weil wir in der Schweiz gleichmässig verteilt Regen erhalten, merken die Bauern und die Gesellschaft die Folgen des Humusverlustes bisher kaum. Das Thema Klimawandel wird jedoch fast täglich diskutiert und es wird viel Geld in die Erforschung und in die Kompensationsgeschäfte für Treibhausgase gesteckt.
    In den beiden Büchern “Dreck – Warum unsere Zivilisation den Boden unter den Füssen verliert” (von David Montgomery) und “Die letzte Chance – für eine Zukunft ohne Not” (von Annie Francé-Harrar) empfehlen die Autoren übereinstimmend die weltweite Umstellung auf eine neue ökologische Humus-Landwirtschaft. Eine Landwirtschaft, die imstande ist, hohe Erträge zu produzieren und dabei den Humusgehalt der Böden so fördert, dass die Bodenbildung gleich gross oder sogar grösser als die Erosion ist. Aber wie können wir diese Notwendigkeit unserer Gesellschaft und der Politik erklären? Wir müssen Klimafarming noch stärker mit dem Thema des Klimawandels und seinen Ursachen in Verbindung bringen.

    Beim wiederholten Studium des Versuches von Dr. Claudia Kammann von der Justus-Liebig Universität Giessen über das “C-Sequestrierungspotential und Eignung von Torfersatzstoffen, hergestellt aus Produkten der Landschaftspflege und Biochar” verglichen mit meinen eigenen Topfpflanzenversuchen (Gemüse in handelsüblichen Kübelpflanzenerden und Humuskomposten mit Biokohle) und der Humus-Nährstoffbilanz bei unseren “Humuswirtschafts-Bauern” in der Region Zug zeigt sich der grosse Unterschied in der “Klimaeffizienz der Nahrungsmittelproduktion”. Das ist das Verhältnis der Produktivität zu den dabei verursachten Treibhausgasemissionen (Kohlendioxid, Methangas, Ammoniak und Lachgas) eines Betriebes. Im oben erwähnten Versuch war die “Klimaeffizienz der Produktion” – Beziehung zwischen Produktivität und Treibhausgasemissionen – von Bionika Humuskompost-Biokohle Substraten gegenüber Torferdesubstraten um über 100 mal besser!

    Heute wird der Erfolg eines Bauern mit dem Ertrag in kg je Hektar oder je Kuh gemessen, ohne Berücksichtigung des Inputs und des Verbrauchs an Ressourcen. Beginnen wir doch die Zusammenhänge Humuswirtschaft – Pflanzenerträge – Treibhausgasemissionen mit Klimafarming zu aufzuzeigen! Was meint ihr dazu?

  6. Äender
    Title: Der weisse Mensch ...

    Bevor der weisse Mensch in die Welt zog lebten die von ihm kolonisierten Völker im Einklang mit der Natur und ziemlich friedlich. Sie fuhren zwar keine Autos, hatten keine Klimaanlagen, keine Massenvernichtungswaffen, aber sie hatten was sie brauchten. Jetzt sind sie versklavt, sie gehören zur “3. Welt” (obwohl es doch nur 1 Welt gibt), sie bekriegen sich, sie leiden Hunger und das was sie brauchen wird vom weissen Menschen definiert. Und dazu gehören leider auch die zahllosen unsinnigen Chemikalien durch die die Landwirtschaft angeblich mehr Nahrung bringen soll… in Wirklichkeit aber nur den guten und kurzfristig unersetzlichen Boden ruiniert.

  7. Jochen Binikowski
    Title:

    Na ja, dann erklären Sie mal woher die Araber und Römer (ohne Autos und Klimaanlagen) die schwarzafrikanischen Sklaven herbekommen haben und wieso in vorindustrieller Zeit Hungersnöte viel häufiger waren und die Menschen nur im Schnitt 30 Jahre alt wurden? Das ist heute bei den wenigen noch isoliert lebenden Dschungel-Ureinwohnern nicht viel anders.

    Jede Zeit hat nun mal seine Vor- und Nachteile gehabt. Nach dem Motto: Früher war die Zukunft auch viel besser…

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