(Deutsch) Ein deutscher Idealist am Ende der Welt


par Jochen Binikowski im Interview mit Daniel Bach

Désolé, cet article est seulement disponible en Deutsch.

(Deutsch) Ein deutscher Idealist am Ende der Welt, 4.8 out of 5 based on 6 ratings

Tags: , ,


articles sur le même thème


(Deutsch) RSS-Feed für alle eingehenden Ithaka Kommentare abonnieren

4 Le Responses pour “(Deutsch) Ein deutscher Idealist am Ende der Welt””

  1. Ulrich B Riemann
    Titre:

    Ein sehr zutreffender Beitrag aus der Praxis. Unsere (beschränkten) praktischen Erfahrungen in Ghana und theoratischen Überlegungen haben grosse Übereinstimmung mit den Ansichten von Herrn Bach.

    Wir haben genau die erwähnten, niederwertigen Böden mit nahezu keinen Nährstoffen und sehr wenig organischem Material. Genau hier bringt Biochar tatsächlich die grössten Vorteile. Wir haben allerdings absolut keinen Mangel an Biomasse zur « Verkohlung ». Neben den seit ca. 35 Jahren weithin wuchernden Neem Bäumen produzieren unsere Plantagen auf Jatropha Basis in wenigen Jahren schon ca. 10 to Biomasseabfälle pro ha pro Jahr! Das könnte bis zu 4 to pro ha pro Jahr an rückführbarem Biochar bedeuten…

    Und nebenbei produzieren wir dann aus der gleichen Biomasse auch noch den Treibstoff für unsere Landmaschinen.

    Biochar ist tatsächlich eine extrem überzeugende Sache für die Praxis, die derzeit weltweit viel zu sehr auf Kongressen etc. von selbst ernannten Experten zerredet wird, als dass man einfach dort, wo es am meisten bringt (tropische Böden niedriger Qualität) schnellstens in gross angelegte Feldversuche geht. Nur so werden wir in 5++ Jahren deutlich mehr über die Effekte wissen.

  2. Jochen Binikowski
    Titre:

    Hallo Ulrich,
    hier auf den Philippinen wird inzwischen auch schon im großen Stil Jatropha angebaut. Allerdings ist mir nicht ganz klar, wie sich das rechnet und wie das mit der Vorfinanzierung läuft. Seitdem wir unsere Citrus-Plantage angelegt haben, weiß ich mit welchem Aufwand z.B. die Unkrautbekämpfung verbunden ist. Neulich hat mir ein Techniker von einer großen Saatgutfirma erzählt dass es schon Fälle gibt, wo Farmer Jatropha angepflanzt haben, dann aber der versprochene Verarbeitungsbetrieb nicht errichtet wurde. Das ist natürlich für die Bauern fatal, weil es kaum einen anderen Verwendungszweck ausser Öl gibt.

    Gibt es in Ghana eigentlich Moringa-Bäume? Das ist nämlich eine gute Sache, weil die Blätter, Blüten und Schoten essbar sind. Aus den Samen kann man auch Öl machen, nur ist das viel zu hochwertig für Biosprit. Wir sind da seit einigen Monaten am Experimentieren. Die Bäume wachsen pro Tag ca. 1 cm, da kann man direkt zuschauen…

    Es gibt wahrscheinlich bereits sehr viel mehr kommerzielle Anwendungen von Biochar als die Wissenschaftler glauben. Das wird sich so oder so durchsetzen. Z.B. laufen bei den großen Reisforschungsinstituten IRRI und PhilRice Biochar-Versuche im ganz großem Stil.

    Beste Grüße aus dem Tropenbüro, Jochen

  3. Rotraut Langnese
    Titre:

    Ich bin begeistert, wie praktisch Sie beide Hilfe zur Selbsthilfe leisten und einen Beitrag liefern zur Wiedergutmachung der europäischen Kolonialisierungsfolgen auf anderen Kontinenten.
    Herzlichen Gruß
    und viel Erfolg
    wünsche ich Ihnen
    Rotraut Langnese

  4. Jochen Binikowski
    Titre:

    Seit heute ist ein kleines Video über das Farm-Projekt online, die letzten Aufnahmen sind am 24.12.2009 gemacht worden:

    http://www.youtube.com/watch?v=F953S9VA4bw

    @ Rotraut: Können Sie mir und meinen örtlichen Mitarbeiter einmal näher erklären, warum unser Projekt etwas mit dem 300-jährigen Unwesen der Spanier auf den Philippinen zu tun haben könnte?

Laisser un commentaire