(Deutsch) Biokohle im Naturgarten – Erfahrungsbericht


par Andreas Thomsen

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16 Le Responses pour “(Deutsch) Biokohle im Naturgarten – Erfahrungsbericht””

  1. Elisabeth Meier
    Titre:

    Ich finde es einfach toll,das es Menschen wie Andreas Thomsen gibt!
    Sie sind ein großer Gewinn für alle.
    Ich werde jetzt auch die Biokohle probieren und natürlich den Artikel weiterleiten.
    Wir sitzen doch alle in einem Boot und alles dass zur Verbesserung der Erde beiträgt darüber sollte jeder informiert werden.
    Viel Spass und Erfolg weiterhin!!

    Mit lieben Grüßen
    Elisabeth Meier

  2. Thomas Sager
    Titre: Biokohle Erfahrungsbericht

    Die Sache mit der Biokohle ist sehr faszinierend, der Artikel von Andreas Thomsen äusserst informativ. Vielen Dank an ihn, dass er seine Erfahrungen und sein Wissen so freizügig weitergibt.
    Ich möchte in meinem Garten auch mit dieser Kohle experimentieren und bin gespannt welche Ergebnisse sich einstellen.
    Vielen Dank an Delinat und die Projektbeteiligten, ich wünsche uns allen dass dies eine Möglichkeit ist unserer Erde etwas Gutes zu tun.
    Thomas Sager

  3. Horst Stöckl
    Titre: Holzkohleproduktion in Blechbüchse im Kaminofen

    Vielen Dank für Ihren interessanten Erfahrungsbericht.
    Ich habe ebenfalls selbst Holzkohle produziert und dem Kompost beigemischt. Zunächst habe ich nur die von selbst nach dem Erlöschen des Feuers im Kaminofen übriggebliebene Holzkohle (zwischen Handvoll und nichts), die ich früher auf dem Rost liegen ließ und beim nächsten Feuer verbrannte, durch den Rost gestoßen und mit der Holzasche auf den Kompost geschüttet. Später habe ich eine Blechbüchse mit durchlöchertem Deckel (D=25cm, H=15cm, V=7,3 Liter), gefüllt mit Reststoffen wie Gemüseabfällen oder Heckenschnitt gegen Ende des Feuers in den Ofen gelegt. Die Temperatur oben an der Büchse (Infrarotthermometer)erreichte 300 bis 550 Grad. Die Ausbeute an Holzkohle betrug 80 bis 200g und 23 bis 26% des Ausgangsmaterials. Wieviel Wärme durch Verbrennung von Schwelgasen erzeugt wurden, weiß ich nicht, würde mich aber interessieren. Rauch habe ich nicht festgestellt, Verpuffungen der Gase traten nicht auf. Die Holzkohle machte einen guten Eindruck, allerdings war sie 2mal unmittelbar nach dem Öffnen der Büchse glänzend blauviolett verfärbt, was nach wenigen Minuten verschwand. (Wer kann das erklären?) Das Verfahren wäre gut, nur war die Büchse nach ca 15- maligem Gebrauch durch Verzunderung löchrig und unbrauchbar. Probiere es demnächst mit einem kleinen Abfalleimer aus Edelstahl. Außerdem suche ich noch nach einem bequemen Verfahren zum Zerkleinern der Holzkohle. Der erzeugte Kompost macht einen guten Eindruck, aber was die Pflanzen dazu sagen, bleibt abzuwarten.

  4. Johannes Faber
    Titre:

    Herr Thomsons Artikel ist äußerst interessant. Was mich besonders freute, war die Durchführung ausgiebiger Tests mit verschiedenen Konzentrationen. Besonders bemerkenswert finde ich, dass Herr Thomson auch nicht davor zurückschreckt negative Ergebnisse zu veröffentlichen (siehe Senfpflanzen). Eine gute Methode wie die Biokohlenutzung muss man nicht als perfekt darstellen, sie überzeugt auch so. Vielen Dank auch für die vielen Tipps für Hobby-Biokohle-Ernter.

  5. Haiko Pieplow
    Titre: Biokohle im Naturgarten

    Vielen Dank für den spannenden Bericht. Das Bild mit der durchwurzelten Holzkohle spricht für sich. Die Entstehung von Terra Preta und bodenverbessernde Wirkung von Holzkohle ist ohne die Bodenbiologie und die Wechselwirkung und Symbiosen zwischen Boden, Dauer- und Nährhumus, Bodenlebewesen und Pflanzen nicht erklärbar. Bodenchemie und Bodenphysik liefern hierzu kaum hinreichende Erklärungen. Offensichlich entsteht mit der Holzkohle im Boden ein wurzelfreundliches Mileu.

    Ich stelle ebenfalls Holzkohlestaub unter anderem aus vertrockneten holzartigen Gartenabfällen in Konservendosen her, die mit der Öffnung nach unten in die Kaminglut gestellt werden. Dadurch entstehen keine zusätzliche Emissionen.

    Grillkohle kann man unter anderm auch im Betonmischer kollern. Dazu werden ein paar große Steine der Holzkohle zugegeben. Damit es nicht staubt und für die bessere anschließende mikrobielle Besiedlung sollte man zu 10 l Holzkohle einen Liter Harnstofflösung oder Wasser hinzufügen. Zu viel Feuchtigkeit erschwert das Kollern.

    Herr Thomson, würden Sie die Topfversuche auch mit milchsäurefermentierter und kompostierter Holzkohle, die mindestens ein Jahr gereift ist, wiederholen?

    Mit vielen Grüßen Haiko Pieplow

  6. Andreas Thomsen
    Titre:

    Über die lebendige Resonanz freue ich mich ganz besonders – vielen Dank. Wenn der Bericht hie und da die Lust auf’s selber Ausprobieren herausgekitzelt hat, dann bin ich sehr zufrieden.

    Die Pyrolyse in der Kaminglut habe ich auch schon probiert und kann Herrn Pieplow zustimmen – wenn die Öffnung der Dose (bzw. der durchlöcherte Deckel) nach unten zur Glut gerichtet ist, dann verbrennen die Holzgase und tragen zur Beheizung bei. Um die Dose herum lege ich immer noch einige Holzstücke, deren Flammen dafür sorgen, dass das entweichende Gas Feuer fängt.
    Sehr spannend an dieser Methode finde ich, dass die Struktur des Materials so gut erhalten bleibt, bei trockenen Tannenzweigen fielen beim Verkohlen noch nicht einmal die Nadeln ab. Den von Herrn Stöckl beschriebenen blauvioletten Glanz auf der frischen Kohle habe ich auch schon einmal beobachtet, kann aber auch keine saubere Erklärung liefern. Am ehesten könnte es ich um Interferenz handeln [siehe z.B. Wikipedia-Artikel "Interferenz (Physik)"].

    Eine Wiederholung der Topfversuche mit fermentierter/kompostierter Holzkohle, wie Herr Pieplow fragt, würde mich durchaus reizen.

    Herzliche Grüße
    andreas thomsen

  7. Julian Quehenberger
    Titre:

    Danke für Ihren sehr guten Bericht mit vielen praxistauglichen Infos! Nur eins fehlt leider noch: eine einfache Methode Holkohle im kleinen Rahmen fein zu zermahlen!?
    Habe selbst mit einem super funktionierenden Retortenofen bereits mehrere Fässer Kohle von sehr guter Qualität hergestellt, nur beim zerkleinern fehlt es mir an einer praktikablen Technik! Zur Zeit Zerstampfe ich die Kohle in einem Bottich mit einer Art Mörser, was aber eine sehr staubige, anstrengende und zeitintensive Arbeit ist!

    Haben Sie selbst versucht die Holzkohle zu zerkleinern, bzw. wie könnte man das im kleine Rahmen effizienter durchführen?

    Eine Antwort trotz meines etwas späten Kommentars wäre nett :)
    mfg Julian

  8. Andreas Thomsen
    Titre: Holzkohle zerkleinern

    Nun ja – meine kleinen Holzkohle-Portionen habe ich bislang mit den Füßen zerstampft, mit harten Schuhsohlen und einer Betonplatte als Unterlage sind einige kg in wenigen Minuten gut zerkleinert. Wenn man die Holzkohle etwas anfeuchtet und eine größere Plane unter die Platte legt, gibt es auch fast keinen Staub oder sonstige Verluste.
    Wenn die Kohle nun wirklich staubfein zermahlen werden soll, wäre eine Kugelmühle das klassische Gerät, oder die oben von Haiko Pieplow beschriebene Methode mit dem Betonmischer.
    Eingefleischte Tüftler bekommen sicherlich auch aus einer alten Waschmaschinen-Trommel (Toplader) eine brauchbare Vorrichtung zustande, hier würde die zerkleinerte Kohle beim Kollern von alleine durch die Löcher fallen.

    Die Frage, wie grob oder fein die Holzkohle sein soll, um ihre Funktion im Boden ideal zu erfüllen, ist natürlich noch nicht geklärt – möglicherweise gibt es je nach Bodentyp etc. mehrere Wahrheiten.

    Die bis zu 3 cm großen Holzkohlenstücke, die ich vor 3 Jahren kompostiert und in den Boden eingearbeitet habe, finden sich übrigens mittlerweile kaum noch in dieser Größe wieder – hier hat die ‘Sprengkraft’ von Frost und Wurzeln ihr Übriges getan.

    Herzliche Grüße,

    andreas

  9. Mark R.
    Titre: Hallo!

    Hallo! Vielen Dank für diesen ausführlichen und informativen Artikel! Leider, dass ich erst heute diese Seite finde. Sie ist fantastisch. Bin schon ein großer Fan! Grüße!

  10. hps
    Titre:

    Die Methode mit dem Betonmischer ist unserer Erfahrung nach am einfachsten und saubersten. Es ist allerdings noch nicht entschieden, ob die Biokohle tatsächlich so sehr fein zermahlen werden muss. In einer Studie von Johannes Lehmann et al (2003): konnte kein Wirkungsunterschied für Biokohle mit Größen von 20mm und 1 mm gezeigt werden. Am Delinat-Institut laufen derzeit Versuche über die Korngröße, weitere Ergebnisse werden im Herbst erwartet.

  11. AHesse
    Titre:

    Hallo,

    ein sehr interessanter Artikel, auf den ich leider erst jetzt gestoßen bin.

    Gibt es irgendwo weitere Informationen insbes. bzgl. der Experimente des Autors?

    danke
    A. Hesse

  12. hps
    Titre:

    Die nächsten Ergebnisse von Andreas Thomsen werden im Laufe des Herbst veröffentlich.

  13. Friedrich Georg
    Titre:

    Wie ist das beste Mischungsverhältnis von Biokohle mit Kompost und erbringt Holzasche ebenfalls gute Resultate?

  14. hps
    Titre:

    1:1 im Volumenverhätnis Biokohle zu Kompost zeigt gute Resultate. Getrockneter Mist geht auch recht gut. Mit Holzasche muss man vorsichtig sein, da dadurch insbesonder zu viel Kalium in den Boden kommt, was andere Nährstoffe blockiert.

  15. GH
    Titre:

    Da ich keine Biokohle habe und wohl auch noch nicht herstellen kann, nutze ich seit ca. 3 Jahren die Holz- und Holzkohleasche aber in sehr geringerem Verhältnis zu Kompost und sehe die dickeren Stücke als « Lanzeitdünger » an, die aber nur selten später auf den Beeten auftauchen.
    1:1 werde ich nicht mischen, aber evtl 1:3 mal probieren.

  16. sre
    Titre: Asche aus Pelletkessel

    Es wäre eine sehr charmante Lösung, die Rückstände aus dem eigenen Pelletkessel zu verwenden. Auf diversen Webseiten wird geraten, diese dem Kompost hinzuzufügen.

    Allerdings frage ich mich, ob es sich hierbei um Biokohle im Sinne des Artikels oder um Asche handelt. Bei mir ist der Rückstand auf jeden Fall pechschwarz. Wird in Pelletkesseln denn das Gas oder der Feststoff verbrannt ? Gibt es Versuche, ob diese Rückstände geeignet sind ?

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