(Deutsch) Biokohle auf der Tagesordnung der Weltklimakonferenz


par Hans-Peter Schmidt

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Le Une Response pour “(Deutsch) Biokohle auf der Tagesordnung der Weltklimakonferenz””

  1. Jochen Binikowski
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    Durch meine langjährige Beschäftigung mit der Terra Preta Technik in den Tropen möchte ich ein wenig auf die Euphorie-Bremse treten. Es ist nach den derzeitigen Regelungen vollkommen ausgeschlossen, dass Kleinbauern in der Dritten Welt direkt vom Zertifikatehandel profitieren werden, egal wieviel Biochar sie in den Boden bringen.

    Es wird nämlich eine CDM-Zertifizierung vorausgesetzt. Die kostet mindestens 100.000 Dollar, also völlig illusorisch für diese Landwirte. Selbst wenn sie sich zusammenschließen und so diese Kosten vieleicht aufbringen können, kommt der alles entscheidende Knackpunkt:

    Wer soll die Zertifikate kaufen und zu welchem Preis?

    Als ernsthafte Käufer kommen hauptsächlich Energie- Stahl- Dünger- und Zementkonzerne in Frage. Die brauchen Millionen Tonnen im Jahr. Wegen der Transaktionskosten (da wollen ja jede Menge Finanzakrobaten von der Wall Street sowie die jeweiligen Finanzminister kräftig mitverdienen) brauchen die entsprechend große Anbieter.

    Deshalb werden diese Konzerne eigene Tochterfirmen gründen, die die Zertifikate verkaufen. Bleibt sozusagen in der Familie. Mit der geballten Finanzmacht sind der Manipulation Tür und Tor geöffnet. Das ist keine Zukunftsmusik, sondern seit einigen Jahren gängige Praxis. Da werden erst Urwälder gerodet und das Holz teuer verkauft, danach lässt man sich die Wiederaufforstung mit Monokulturen aus dem Zertifikatehandel teuer bezahlen und von der gekauften Presse als Klimaretter feiern.

    Deshalb meine Vorhersage: Eher konvertiert der Papst zum Islam als dass bei der Kopenhagen-Konferenz etwas herauskommt, wovon ein Kleinbauer in der Dritten Welt auch nur einen einzigen müden Peso mehr in der leeren Familienkasse hat.

    Aber auch ohne Subventionen aus dem Zertifikatehandel ist Biochar eine gute Sache für die Kleinbauern. Das wird sich wegen der Kunstdüngereinsparung und Bodenverbesserung so oder so durchsetzen, nur eben langsamer. Aufhalten können das nur noch Regierungen durch von den Konzernen gekaufte gesetzliche Einschränkungen. In Deutschland ist dies bereits der Fall: Holzasche (fällt bei der Biochar-Herstellung automatisch an und lässt sich nicht von der Holzkohle trennen) ist als Dünger verboten. In der Schweiz aber erlaubt…

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